Konzerte

 Alle Bachzyklus
21
Mär

Happy Birthday, Mr. Bach!

J.S. Bach: Die Motetten für Doppelchor BWV 225- 231

 
Mozarteum vocalEnsemble
Reka Nagy, Violone
Hans Brüderl, Laute
Jörn Andresen, Leitung und Orgel

Traditionellerweise feiert die Salzburger Bachgesellschaft Johann Sebastian Bachs Geburtstag mit der Aufführung von Höhepunkten seines Werks: Dieses Jahr ehren wir ihn, der sein ganzes Schaffen in den Dienst der Verkündigung gestellt hat, mit seinen Motetten für Doppelchor. Sein Motto war bekanntlich Soli Deo Gloria – Gott allein zur Ehre.
Was ihn, den viele Musiker als größten aller Komponisten bezeichnen, auszeichnet, ist sein Bewusstsein, im Dienste eines Höheren zu stehen. Diese Demut lässt ihn, befreit von irdischen Eitelkeiten, alle Register seines Könnens ziehen. Zwar bot ihm die Form der Motette ein beschränktes Feld der Ausdrucksmittel, doch genau da kommt sein Genie besonders zur Entfaltung: Mit einfachsten Mitteln erzielt er den größten Effekt.
Seine Motetten genossen schon vor der „Neuentdeckung“ Bachs im 19. Jahrhundert eine fast ungebrochene Aufführungstradition. Sie waren ursprünglich nicht für den liturgischen Gebrauch bestimmt, sondern für feierliche Anlässe des Bürgertums und haben so ihren Platz als festliche Anrufungen und Dankgesänge behalten. Auch ist ihre Form sehr greifbar und ihre musikalische Strahlkraft ungebrochen.
Bach war sich, trotz aller Demut, immer seines kompositorischen Könnens bewusst und konnte sich nach jeder Messe mit Stolz der Gemeinde zeigen, hatte er doch - im Sinne Martin Luthers - einen wichtigen Teil zur Verkündigung des Wortes beigetragen. Deshalb ist es naheliegend, unseren Namenspatron mit festlichen und gleichzeitig spirituellen Werken zu ehren.
Jörn Andresen, ein ausgewiesener Spezialist für diese Werke, leitet das feine Mozarteum vocalEnsemble, welches aus erlesenen jungen Solist:innen besteht, die auch oft mit unserem Collegium Vocale Salzburg musizieren. Wir freuen uns, diese beiden Ensembles erstmals zusammenzuführen, um zur höheren Ehre Gottes und aus Dankbarkeit des Geschenkes der Geburt Bachs diesen denkwürdigen Tag zu feiern.
Tickets in Kürze im Kartenbüro der Stiftung Mozarteum erhältlich.


4
Apr

G.P. Telemann: Das selige Erwägen

Passions-Oratorium in 9 Betrachtungen

 
Maria Ladurner, Sopran
Bernhard Berchtold, Tenor
Virgil Hartinger, Tenor
Markus Volpert, Bariton
Stefan Zenkl, Bariton
Collegium Vocale Salzburg
L’Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg

Als Telemann sein Oratorium "Das selige Erwägen des bittern Leidens und Sterbens Jesu Christi" 1722 in Hamburg aufführte, erfreute es sich sofort größter Beliebtheit. Telemann hatte gerade eine der wichtigsten Stellen Deutschlands (Cantor Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg) übertragen bekommen. Wahrscheinlich hatte er zum Antritt des neuen Amtes eine Frühfassung seines Passionsoratoriums aus seiner Frankfurter Zeit im Koffer mitgenommen und dort das Werk nur noch komplettiert. Später wurde Telemann auch die Leitung der Hamburger Oper übertragen. Seine Qualitäten als dramatischer Komponist sind im Seligen Erwägen evident: Virtuos zeichnet er in neun Bildern, mit feiner Feder, ein menschliches Antlitz des Erlösers. Telemann lädt die Konzertbesucher ein über den Leidensweg Christi zu reflektieren. Mit durch Wort und Musik erregtem Mitleid zeichnet Telemann uns einen Pfad zur inneren Reinigung in Vorbereitung auf das Osterfest vor.
Telemann war in seiner Zeit einer der populärsten und verehrtesten Komponisten. Sein Werk wird in den letzten Jahren immer mehr in seiner Komplexität und Schönheit wahrgenommen und erringt nach und nach auch in unserer Zeit den ihm gebührenden Stellenwert. Entdecken Sie mit uns einen der größten Komponisten seiner Zeit wieder!
Das L’Orfeo Barockorchester und Collegium Vocale Salzburg sowie ein erlesenes Solistenensemble wird Sie durch alle Höhen und Tiefen der Passion begleiten.
Tickets in Kürze im Kartenbüro der Stiftung Mozarteum erhältlich.